Christian Friedrich Hunold - MENANTES

15.05.16:

Einsendungen aus aller Welt für den Menantes-Literaturpreis 2016 für erotische Dichtung
Zum 6. Menantes-Literaturpreis für erotische Dichtung trafen 510 Einsendungen aus 16 Ländern im Briefkasten der Wanderslebener Kirchgemeinde ein. Schriftsteller aus aller Welt konnten bis zum 31. März bis zu drei Gedichte oder eine Kurzgeschichte einsenden. Die Post kam aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Chile, Ungarn, Spanien, Luxemburg, Polen, Schweden, Irland, Frankreich, England, Italien, Dänemark, der Ukraine und den Niederlanden. Mit Fug und Recht kann man feststellen, dass der Menantes-Literaturpreis für erotische Dichtung in der literarischen Welt angekommen ist. Seit 2006 lobt der Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben gemeinsam mit der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum alle zwei Jahre diesen besonderen Literaturpreis aus. Aus den Einsendungen werden fünf Finalisten durch eine Jury ausgewählt, die am 11. Juni während eines Literatur-Sommerfestes im Wanderslebener Kultur-Pfarrhof ihre Werke vortragen. Zwei Preise werden an diesem Tag vergeben: der mit 2000 Euro dotierte Jurypreis und der von den Gästen des Sommerfestes ausgewählte Publikumspreis, der mit 500 Euro dotiert ist.
Am Vorabend wird zu einer Lyrik-Nacht am 10. Juni um 21 Uhr in die St. Petri-Kirche in Wandersleben eingeladen. Die Lyrikerin Daniela Danz liest eigene Texte. In der Menantes-Literaturgedenkstätte im Pfarrhof wird bereits am 3. Juni eine Ausstellung mit erotischen Figuren der Münchener Skulpturistin Helga Viebig-Kruck eröffnet. Vier Bronzebüsten der Künstlerin zieren seit 2014 den Dichtergarten im Wanderslebener Pfarrhof. Sie stellen die Dichter Johann Matthäus Meyffart, Georg Neumark, Kaspar Stieler und Christian Friedrich Hunold dar. Letzterer begann unter dem Pseudonym Menantes ab 1700 in Hamburg seine Schriftstellerkarriere. Seit 2001 bemüht sich in Wandersleben ein Förderkreis erfolgreich um sein Erbe. Ein Denkmal, eine Literaturgedenkstätte und jährlich zahlreiche Veranstaltungen konnten das Erbe des Dichters vor dem Vergessen bewahren.


30.10.15:

Ausschreibung für Menantes-Preis für erotische Dichtung 2016 online
Benannt nach dem "galantesten" Dichter des Barock, der als Christian Friedrich Hunold (1680-1721) in Wandersleben zur Welt kam, wird der Preis vom Menantes-Förderkreis der Evangelischen Kirchgemeinde Wandersleben in Zusammenarbeit mit der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum seit 2006 alle zwei Jahre ausgeschrieben. Bis zu 800 Autoren aus 15 Ländern haben sich daran beteiligt. 2016 wird der Preis zum sechsten Mal verliehen!

Senden Sie uns bis zu drei Gedichte oder eine Kurzgeschichte mit maximal fünf Manuskriptseiten (à 2000 Zeichen). Die Texte müssen bislang ungedruckt sein (Veröffentlichungen auf Websites sind möglich). Eine Jury aus fünf Kritikern und Schriftstellern ermittelt unter allen Einsendungen die fünf originellsten und lädt deren Verfasser zu einem Lesefest am 11. Juni 2016 in den Pfarrhof von Wandersleben ein, bei dem der Jury-Preis (2.000 EUR) sowie ein Preis des Publikums (500 EUR) vergeben werden. Das Preisgeld wird vom Menantes-Förderkreis gestiftet.

Weitere Informationen enthält die Ausschreibung.


13.02.15:

"Der blutige und sterbende Jesus" - Das erste deutsche Passionsoratorium erlebt weitere Erstaufführungen
"Daß alle unpassionierte Kenner bey Anhörung der Vollkommenheit dieser Passion auf die Gedancken würden gekommen seyn, er sey allein zu geistlicher Music gebohren" schreibt der Librettist Christian Friedrich Hunold (genannt Menantes) über die Vertonung Reinhard Keisers im Vorwort des Librettos. Reinhard Keiser (1674-1739) gilt als der deutsche Opernkomponist vor Händel in London und Telemann in Leipzig bzw. Hamburg. Sein Wirken als Opernkomponist, Kapellmeister und Impresario in Hamburg war seinerzeit legendär, die Zahl seiner Opern überstieg die von Händel. Aber auch geistliche Werke, darunter die Brockes-Passion und das Oratorium Der siegende David gehören in das OEuvre dieses großartigen Komponisten. Sein Oratorium Passionale aus dem Jahr 1705 galt lange Zeit als verschollen. Erst 2006 wurde die autographe Partitur durch die Musikwissenschaftlerin Christine Blanken aufgefunden und für eine Aufführung im Jahre 2010 in Wandersleben, dem Geburtsort des Librettisten, editiert. Dank der Herausgeberin Christine Blanken, sowie einiger Sponsoren, konnten auch für Bremen und Verden zwei weitere (Erst-) Aufführungen geplant werden.
Diese finden am 21. März in Bremen und am 22. März in Verden statt.
Weitere Informationen enthält dieser Flyer.


27.01.15:

3. Internationale Menantes-Konferenz zum 10jährigen Bestehen der Menantes-Literaturgedenkstätte Wandersleben vom 11. - 14. Juni 2015
In Zusammenarbeit mit den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Düsseldorf veranstaltet der Menantes-Förderkreis Wandersleben die wissenschaftliche Tagung GESAMMELT UND ANS LICHT GESTELLT. Es geht um Anthologien des frühen 18. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum und die darin ersichtlichen Netzwerke. Es treffen sich Germanisten, Musikwissenschaftler, Historiker und Theologen aus 4 Ländern. Ein öffentliches Begleitprogramm soll die Allgemeinheit für das Thema interessieren. Hierbei kooperieren wir mit Schulen und Kulturvereinen der Region. 


20.01.15:

Festschrift zu Johann Stephan Schmaltz erschienen

Anlässlich des 300. Geburtstages von Schmaltz bot sich die Gelegenheit, einen weiteren kreativen Geist aus Wandersleben, der fast vergessen schien, wieder stärker ins Rampenlicht zu rücken. Der Orgelbauer Johann Stephan Schmaltz wurde am 23. September 1715 in Wandersleben geboren. Mehrere Jahre hat Bernd Kramer die Archive nach Spuren des Orgelbauers durchstöbert, wobei sich das Eisenacher Landeskirchenarchiv als besonders ergiebig erwies. Er forschte in Archiven, Pfarrämtern und Heimatmuseen und wälzte eine große Menge historischer Literatur. Seine Erkenntnisse hat er jetzt in einer kleinen Broschüre zusammengefasst, deren Vorstellung am 21. Januar am Beginn eines Jubiläumsjahres stehen wird, in dem über das Jahr an den Wanderslebener Orgelbauer erinnert werden soll. Höhepunkt wird am 5. Juli ein großes Konzert in Kornhochheim sein ? im Rahmen des Thüringer Orgelsommers.
Die Broschüre "Johann Stephan Schmaltz" erscheint in einer Auflage von 500 Exemplaren, sie umfasst 50 Seiten und kann direkt im Apfelstädter Pfarramt bestellt werden.