Christian Friedrich Hunold - MENANTES

Menantes-Preis für erotische Dichtung an Autorinnen aus München und Wien vergeben


Sophia Fritz aus München hat den zum siebten Mal vergebenen "Menantes-Preis für erotische Dichtung" gewonnen. Eine Jury hatte aus 832 Gedichten und Kurzgeschichten von 450 Autoren aus 9 Ländern fünf Finalisten ausgewählt, die zum Literatursommerfest am 15. Juni ihre Texte im Kulturpfarrhof in Wandersleben ihre Werke lasen. Sophia Fritz überzeugte die Juroren mit ihrer Kurzgeschichte Neue Männer alte Löcher. Die 1997 in Tübingen geborene Autorin ist Studentin an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Auch ein Publikumspreis wurde vergeben, der in diesem Jahr an die Autorin Barbara Rieger aus Wien für ihre Kurzgeschichte Ich hätte dich, ich hätte dich so sehr ging. Die weiteren Finalisten waren Roland Bärwinkel (Weimar), Antje Doßmann (Bielefeld) und Helge Streit (Wien).
Sophia Fritz überzeugte die Jury durch ihre originelle und kreativ-verspielte Sprache. Ihrer Geschichte spürt man den nötigen "Drive" ab, der sich frech und witzig aufbaut. Die Autorin nutzt dabei einen interessanten Wechsel zwischen Hochsprache und deftigen Ausdrücken.
Der Jury gehörten die Lyrikerin Nancy Hünger, Monika Rettig von der Erfurter Herbstlese, Cornelia Hobohm vom Menantes-Förderkreis, Jens Kirsten vom Thüringer Literaturrat und der Leiter des Mitteldeutschen Verlags, Roman Pliske, an.

LP2019Foto: v.l.: Barbara Rieger, Menantes, Sophia Fritz